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Riesenbärenklau: Mehr als nur eine Landplage

Die Bekämpfung des Riesenbärenklaus (Heracleum mantegazzianum) ist eine Sisyphusarbeit. Dies liegt in der Natur der Pflanze begründet. Diese bis zu 4 m hoch wachsenden Pflanzen:

o        verdrängen die einheimische Flora mit Ihren riesigen Blättern. Wo ein Feld mit diesen Pflanzen steht, blüht nichts anderes mehr. 

o        lösen bei Berührung schwere Verbrennungen aus, für die es keine Heilmittel gibt und erst nach sehr langer Zeit abheilen (siehe Foto unten von S. Kern). Bei uns hat sich telefonisch eine Frau gemeldet, die eine solche Verbrennung monatelang im Gesicht ertragen mußte.

o        bilden bis zu drei Meter hohe undurchdringliche Wälder.

o        lösen die Uferbefestigung auf mit ihren riesigen knollenartigen Wurzeln.

o        vermehren sich rasant durch die Vielzahl ihrer Samen, die selbst nach vielen Jahren noch zu keimen beginnen können. Jedes Jahr kommen weitere Samen aus anderen Stadtteilen zu uns herüber und wachsen zu neuen Pflanzen heran.

o        bilden extrem schwimmfähige Samen. Pflanzen, die bei uns wachsen, wurden vielfach von der Rahlau aus Rahlstedt zu uns gespült. So kann eine bachaufwärts blühende Pflanze Nachkommen bis ans Elbufer hinterlassen.

o        müssen samt Wurzel entfernt werden, um sie abzutöten. Dies macht die Bekämpfung sehr arbeitsaufwendig.

o        machen Mähgut unkompostierbar. Wenn es mit bereits Blüten gebildeten Riesenbärenklau vermischt ist, muß es verbannt werden. Folglich muß man die Pflanzen rechtzeitig bekämpfen, damit der Arbeitsaufwand nicht ausufert.

Diese Giftpflanze wurde von ahnungslosen Hobbygärtnern aus Osteuropa zu uns eingeschleppt. Es ist erschreckend, wie weit sie sich zwischenzeitlich insbesondere in Hamburgs Osten ausgebreitet hat.

Erschwerend wirkt, daß sie in Hamburg nur an einigen Stellen bekämpft wird. Zur effektiven Bekämpfung des Riesenbärenklaus fordern wir deshalb konzertierte Aktionen aller Bezirke. Dafür hat die SPD-Fraktion im Kerngebietsausschuß den folgenden Antrag durchgebracht. Nur jahrelange, großflächig angelegte, konzertierte Aktionen könnten den Riesenbärenklau aus einem Gebiet zumindest vorübergehend verbannen.

Fatalerweise ist kein Gesetz in Sicht, welches die Gartenbauämter dazu verpflichten würde, den Riesenbärenklau in geeigneter Weise zu bekämpfen. Und so müssen dann die Ämter zusehen, wie die Stauden zur Blüte gelangen, weil man zu anderen Aufgaben verpflichtet ist und weil zusätzliche Gelder fehlen. In Folge dessen erobert der Riesenbärenklau nach dem Oberlauf der Alster nun auch die Außenalster (siehe Foto). Während dessen dürfen noch immer Riesenbärenklausamen an unbelehrbare Hobbygärtner verkauft werden.

Auch in anderen Regionen Deutschlands wird die rechtzeitige Bekämpfung des Riesenbärenklaus verschlafen. Unser Foto wurde auf Sylt am Radweg zwischen Kampen und Wenningstedt aufgenommen. Dort wird die Herkulesstaude wohl bald auch die Naturschutzgebiete erobern.

Um der Pflanze mit unseren begrenzten Mitteln die Stirn bieten zu können, haben wir uns eine eigene Taktik zurechtgelegt. Diese und weitere Informationen von uns zu dem Thema finden Sie auf den folgenden Seiten:

Empfehlenswerte Internet-Seiten über die Herkulesstaude:

beo-news.ch

Siegburg.de

Dr. Ressmann

Landkreis Mainz-Bingen

Gesellschaft Mensch und Natur mbH

Landesanstalt NRW für Ökologie, etc.

Botanikus.de

BUND Kreisgruppe Braunschweig

Arbeitgemeinschaft Bremer Schweiz

Gifte.de


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