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Aufhebung
der Bahnübergänge Sonnenweg, Tonndorfer Hauptstraße und Dammwiesenstraße
Im Rahmen
des seit mehreren Jahren laufenden Bauprogramms wurde jetzt auch mit der Beseitigung der Bahnübergänge Sonnenweg, Tonndorfer Hauptstraße und Dammwiesenstraße begonnen.
Unabhängig von diesen Umbaumaßnahmen wird die
Bahnstrecke voraussichtlich bis 2006 elektrifiziert sein. Sonnenweg und Tonndorfer Hauptstraße: Der Zugverkehr wird künftig beide Straßen
auf Brücken überqueren. Damit die Unterführungen der Straßen
nicht zu steil ausfallen, werden die Gleise um einen Meter angehoben.
Sonnenweg:
Die Kreuzung der Bahnlinie verbleibt in ihrer heutigen Lage (Fotomontage oben aus Richtung Süden,
rechts von Norden). Fußgänger und Radfahrer erhalten zwischen dem Bahnhof und dem neuen
Einkaufszentrum im Sonnenweg eine eigene, über den Trog führende Brücke.
Das „gelbe Hochhaus" Sonnenweg 5 wird durch eine Erschließungsstraße an die Tonndorfer Hauptstraße angebunden.
Diese wird links an den neuen behindergerechten Wohnungen entlang zum
neuen Bahnhofseingang und von dort zu dem
Hochhaus führen.
Tonndorfer Hauptstraße:
Die Kreuzung wird um rund 100 m nach Osten verlegt (Foto links aus Richtung Süden, unten von Norden).
Der zwischen den Bahngleisen und der Stein-Hardenberg-Straße verbleibende
Teil der Tonndorfer Hauptstraße wird zur Sackgasse.
Der
Schinkenkrug wird abgerissen, da er zukünftig keine Zufahrt
mehr zur Straße haben wird. Über die künftige Nutzung des
Geländes ist noch nicht entschieden.
Dammwiesenstraße: Der bestehende Bahnübergang wird 100
Meter weiter östlich durch eine Unterführung des Geh- und Radweges
ersetzt. Die Rahlau wird in diesem Bereich renaturiert und mit der Geh- und Radwegunterführung zusammengelegt.
Bahnhof Tonndorf:
Der neue Bahnhof wird einen Inselbahnsteig
haben, der durch einen Fußgängertunnel zu erreichen sein wird. Der
Zugang erfolgt auf der Nordseite vom jetzigen Parkplatz (ehemals
Park & Ride-Platz) aus, der zu einem kombinierten Busbahnhof und Parkplatz
(26 Stellplätze) umgebaut wird. Der Busbahnhof wird künftig von den Buslinien 9,
27 und 608 angefahren. Auf der Südseite liegt der Eingang an der Bahnlinie
links neben dem neuen Etap-Hotel.
Der Bahnhof
wird mit Wetterunterständen, Sitzbänken und moderner Beleuchtung
aufwarten. Für Behinderte wird mit einem einem Blindenleitsystem
sowie auf der
Nordseite mit einer Rampenanlage und auf der Südseite und zum Bahnsteig mit
einem Aufzug ausgestattet. Nach Abschluß der Bauarbeiten soll der Bahnhof
laut der Baubehörde in „Tonndorf / Studio
Hamburg" umbenannt werden. Die Deutsche Bahn AG äußert sich
neuerdings wieder unverbindlich zu dem Thema.
Lärmschutzwände: Weil die Gleise
angehoben werden, würde der Zuglärm weiter ausstrahlen. Um diesen einzudämmen,
werden zwei bis vier Meter hohe Lärmschutzwände aufgestellt. Sie
beginnen im Osten in Höhe des Sportplatzes, enden im Westen vor dem
Übergang der Tonndorfer Hauptstraße (Südseite) bzw. in Höhe der
Straße Ostende (Nordseite). Im Bahnhofsbereich werden sie mit
Bildmotiven dekoriert, ansonsten begrünt.
Das Bezirksamt Wandsbek wünscht, dass
die Wände entgegen der bisherigen
Planung entlang der Bahnübergänge transparent sein werden. Unklar
ist bislang, ob transparente Wände die gleiche Lärmdämmung bieten
würden. Die SPD Tonndorf-Hohenhorst erachtet es als wichtig, daß
künftig Tonndorf nicht von einer grauen Wand durchtrennt
wird.
Verkehrsführung während der Bauphase: Das Anheben der Gleise erfordert
eine Sperrung der Bahnübergänge für die Dauer von drei Jahren.
Der Übergang Tonndorfer Hauptstraße ist bereits gesperrt, weil mit
dem Bau einer Behelfsbrücke für den PKW-Verkehr begonnen wurde.
Sobald die Brücke fertiggestellt ist, wird der Sonnenweg gesperrt. Für Fußgänger und Radfahrer werden vorübergehend Bahnübergänge im Bereich
beider heutiger Bahnkreuzungen hergestellt. Der LKW-Verkehr wird über
den Holstenhofweg bzw. die Scharbeutzer Straße umgeleitet.
Im Bereich der Baumaßnahmen verlaufen die
Buslinien 9, 27 und 608. Sie werden
seit Ende Oktober 2002 über den Bahnübergang »Am Pulverhof«
umgeleitet, der zu diesem Zweck bereits für den Individualverkehr gesperrt wurde.
Damit
der Bahnverkehr auch bei Sperrung eines der heutigen Gleise
zweigleisig fließen kann, wird für die Dauer der Bauzeit ein Umfahrungsgleis
verlegt.
Dauer
und Kosten: Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich 4 1/2 Jahre dauern.
Staus vor den Bahnlinien wie im Bild links wird es danach nicht mehr
geben. Die Kosten belaufen sich auf rund 72 Mio. Euro. Sie werden zu
je 1/3 von der Bahn, dem Bund und der Stadt getragen.
Am
Pulverhof: Nach Abschluß der laufenden Baumaßnahmen wird
dieser Übergang eventuell ebenfalls zu einer Unterführung umgebaut,
ähnlich der der Tonndorfer Hauptstraße. Es ist noch nicht
entschieden, ob diese Baumaßnahme tatsächlich als nächste
umgesetzt wird oder ob die Schranken in einigen Jahren einfach
ersatzlos entfallen.
Textvorlage und Fotos: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Bau und Verkehr.
Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Jörn Bühling.
Überarbeitet von Helmut Niemeier, SPD Tonndorf-Hohenhorst.
Die
nebenstehende Grafik verdeutlicht die Lage der neuen Bauten. Wenn Sie Anmerkungen oder noch Fragen zu den
Baumaßnahmen haben, dann schreiben Sie uns einfach. Dazu klicken Sie
bitte hier. Standpunkte
zu den Umbaumaßnahmen: Der
erste Anlauf die Übergänge zu untertunneln, wurde bereits vor 90
Jahren unternommen, jedoch wegen des Ausbruches des 1. Weltkrieges
abgebrochen. Nun, was lange währt,... Damit wirklich alles gut
wird, haben wir unsereStandpunkte zu dem Projekt formuliert. Sie finden sie hier.
Den aktuellen Stand der Umbaumaßnahmen finden
Sie hier. |